Durch das grüne Cottbus

Eine überraschende Tour durch ruhige Landschaft und quirlige Stadt auf der Spree durch Cottbus.

Sehenswert!

  • Cottbus: Innenstadt
  • Theater
  • Planetarium
  • Branitzer Park
  • TierparkSpreewehrmühle

Geheimtipp:

In Branitz das Leben des Fürsten von Pückler-Muskau erkunden

Adresse

Durch das grüne Cottbus
 

Wegbeschreibung

Wir heben unser Kanu am Kiekebuscher Wehr in die Spree. Hier sind einige Parkplätze vorhanden und wir haben es nicht weit ans Wasser.

Branitzer Park

Bevor wir zum Paddel für diese etwa 12 Kilometer lange Tour gegriffen haben, waren wir auf Stippvisite im Branitzer Park. Hier schuf sich Fürst Hermann von Pückler-Muskau sein Denkmal – einen Landschaftspark besonderer Güte. Den Gartenkünstler, der zwischen 1785 und 1871 lebte, würde man heute als „Hipster" der High Society bezeichnen. Selbstbewusst inszenierte der Adlige seine Auftritte auf europäischen und internationalem Parkett. Das tat er bis zum Schluss, wie wir staunend an der Seepyramide im Branitzer Park erfahren, denn hier ließ sich der Lebemann pompös bestatten.

Stromaufwärts am Tierpark vorbei

In Gedanken noch bei dem Landschaftskünstler wenden wir unser Kanu stromaufwärts und paddeln los. Rechter Hand liegt der Cottbuser Tierpark, dem wir ein andermal einen Landgang widmen werden.

Entlang des ehemaligen BUGA-Parks

Wir kommen auch am Spreeauenpark vorbei, der in den 1990er Jahren für die Bundesgartenschau Cottbus entstand. Die Cottbuser haben es gut, mit dem rund 35 Hektar großen Park wurde der Branitzer Park mit einem durchgehenden gestalteten Park mit der Innenstadt verbunden. Wir sehen auch das Stadion der Freundschaft, Heimatstadion des FC Energie Cottbus, und durchfahren in großem Bogen weiter die Spree.

Käthe-Kollwitz-Park

Wie grün Cottbus ist, erstaunt uns. Schon wieder finden wir einen ausgedehnten Grünzug. Diesmal befindet sich auf der linken Uferseite der Käthe-Kollwitz-Park. Wir paddeln noch ein Stückchen weiter, bis an das große Spreewehr, das wir ganz links umbooten können.

Großes Spreewehr und Spreewehrmühle

Hier am Großen Spreewehr ist Gelegenheit für eine Rast. Ein Bootssteg erleichtert uns das Ein- und Aussteigen. Die Spreewehrmühle ist ein guter Ort, um eine gepflegte Pause zu machen – und wir bewegen uns hier auf sehr historischen Pfaden, denn die Mühle wurde schon 1797 als Öl- und Gräupchenmühle errichtet. Heute erwartet auf diesem Gelände die Ausflugsgaststätte ihre Gäste. Erfrischt und gestärkt geht unsere Tour weiter durch Cottbus und wieder entdecken wir ein hochinteressantes Gebiet, die Spreeaue.

Spreeaue

Schon vor rund 500 Jahren verlegten die Menschen den Spreestrom Richtung Peitz, neue Kanäle wurden angelegt, alte Spreearme zugeschüttet. Weil die unkoordinierten Wasserbaumaßnahmen zu mehreren großen Hochwassern führten, legten die Anwohner einen zweiten Stromlauf an, auf dem wir heute paddeln. Später wurde hier der Tagebau Cottbus-Nord aufgeschlossen und inzwischen ist das Gebiet bis vor wenigen Jahren aufwändig renaturiert worden. Wenn man die idyllische Natur heute sieht, kann man kaum glauben, wie sehr hier der Mensch seine Hände im Spiel hatte.

Stromschnellen nördlich von Cottbus

Nun ist ein wenig Aufmerksamkeit gefragt, denn zwei Stromschnellen nördlich von Cottbus erfordern Konzentration, doch wir überwinden sie mühelos. Wir paddeln weiter bis zur Döbbricker Brücke, an der unser Tour endet.