Lübbenau - Leipe - Wotschofska - Lehde - Lübbenau

Einen wunderbaren Überblick über den Spreewald erhält man auf dieser kurzweiligen Rundtour: Von Lübbenau aus erpaddelt man sich das Inseldorf Leipe, trifft auf den geheimnisvollen Hochwald und die Traditionsausflugsgaststätte Wotschofska und kann sich im Museumsdorf Lehde über Kultur und Lebensweise im Spreewald informieren.

Sehenswert!

  • Lübbenau: Marktplatz, Sagenbrunnen, Spreewald-Museum, Informationszentrum des Biosphärenreservates „Haus für Mensch und Natur", Schlossgarten mit dem Schloss, St. Nikolaikirche, Spreewaldmuseum Lehde, Heimatstube Leipe,
  • UNESCO-Biosphärenreservat

Geheimtipp:

Echte Meerrettichreiberei und die Gute Stube eines gut situierten Spreewald-Händlers im Freilandmuseum Lehde

Adresse

Lübbenau - Leipe - Wotschofska - Lehde - Lübbenau
 

Wegbeschreibung

Der beliebte Oberspreewald rund um Lübbenau

Heute ist Spreewald-Tag. Wir haben uns vorgenommen, auf unserer Rundtour den Oberspreewald rund um Lübbenau zu erkunden und starten früh, um die beliebte Gegend wenigstens ein bisschen für uns zu haben.

Wasserwandern ab Lübbenau auf dem Südumfluter

Wir steigen in Lübbenau ein und begeben uns auf den Südumfluter, das Leineweberfließ. Der Südumfluter ist breiter als die anderen Fließe, spontan schließen wir uns einer Wandergruppe aus mehreren Kanus an. Wir passen uns schnell dem Rhythmus der Berliner an und tauchen leise, aber stetig unsere Paddel in das Wasser. Es ist Zeit, auf den Genuss-Modus umzuschalten. Ein dezentes Farbenspiel hat der Spreewaldkönig hier für uns bereitgestellt: Grüntöne in allen Nuancen, dunkelgrünes Wasser, gelbe Schwertlilien, blau schimmernde Libellen und ein prächtig blauer Himmel, unter dem die Heufeimen auf ihre Verwendung warten.

Kleine Leiper Tour bis zur Unteren Boblitzer Kahnfahrt

Hier können wir uns erst einmal nach der gelben Beschilderung (schwarzer Kreis auf gelbem Grund) der Kleinen Leiper Tour richten, die uns durch die typische Spreewaldlandschaft am 1., 2. und 3. Freiheitskanal vorbei bis zur Unteren Boblitzer Kahnfahrt führt. Hier biegen wir nach links in das Fließ ein. Unsere Paddel-Begleiter werden langsam etwas lebhafter: Leipe ist in Sicht.

Spreewaldküche in Leipe zur Stärkung am Mittag

Ein guter Ort für eine Mittagspause in einem der vielen Lokale, die sich kulinarisch und logistisch gut auf Wasserwanderer eingestellt haben. Die Spreewaldküche ist deftig und seeehr lecker: Kartoffeln und Quark mit Leinöl sind ein ebenso einfaches, wie wohlschmeckendes Gericht. Genau das richtige für den Sommer.

Auf dem Leiper Graben bis zum Burg-Lübbener-Kanal

Nachdem wir uns gestärkt haben, folgen wir der Route weiter und biegen von der Hauptspree nach rechts in den Leiper Graben ein. Hier verlassen wir die gelbe Ausschilderung und bleiben auf dem Leiper Graben, bis wir an den schnurgeraden Burg-Lübbener-Kanal kommen. Der Kanal führt uns über das Wehr/Schleuse mit dem einprägsamen Namen Nr. 51 weiter Richtung Westen. Erlen säumen das Ufer, rechts von uns liegt der dichte „Huschebusch".

Wehrkanal weist den Weg zur Wotschofska

Auf der fast rechtwinkligen Kreuzung biegen wir nach links in den Wehrkanal ein. Hier sind auch am Nachmittag die Ausflugboote aus Profi- und Anfängerpaddlern ziemlich dicht gedrängt. Wenige Paddelschläge weiter wissen wir auch, warum. Hier liegt also die sagenumwobene „Wotschofska" – ein Ausflugslokal, das bis heute nur unmotorisiert zu erreichen ist. Die Wotschofska soll einer der ältesten Spreewaldgasthöfe sein, alle, die hier sind, haben sich umweltfreundlich per Kahn, Paddel, Pedes oder Rad herbewegt. „Wotso" bedeutet Erle, Wotschofska heißt so viel wie „Erleninsel".

Kult-Pause unter Erlen und weiter in den Lehder Graben

Wir haben keinen großen Hunger, aber aus Kult-Gründen kehren wir ein. Immerhin locken die Spreewaldplinse mit Apfelmus. Nach unserer Pause unter den Erlen trägt uns unser Boot weiter auf dem Wehrkanal der in den Lehder Graben übergeht. Es ist ganz gut, dass wir ein wenig „gebummelt haben", denn in dem typischen, unter Denkmalschutz stehenden Dorf ist die Einfahrt für Paddelboote zwischen 11 und 16 Uhr verboten. Außerhalb dieser Zeit müssen wir uns als Paddler in der Fahrtrichtung der Kähne bewegen.

Spreewald-Kultur im Spreewald-Museum Lehde

Das ist in Ordnung, wir wollen nämlich schon wieder an Land. Wir möchten erfahren, wie die Menschen hier im Spreewald gelebt und gearbeitet haben. Das Spreewald-Museum zeigt altwendische Bauernhöfe, wir lernen wie die Kähne gebaut wurden, über Jahrhunderte waren sie das einzige Transportmittel für Mensch, Waren und Tiere. Ganz typisch für die Spreewaldkultur ist Blaudruck, die dafür notwendigen Färberpflanzen sehen wir auch im Spreewaldgarten des Museums.

Vom Lehder Graben zurück nach Lübbenau

Die Spreewaldgebäude und ihre Einrichtungen, die Gärten und das Handwerk bieten Hobby-Fotografen allerbeste Fotomotive. Ein wenig erschöpft, aber voller Eindrücke kehren wir zum Kau zurück und gleiten weiter über den Lehder Graben bis nach Kaupen und in den Ortskern von Lübbenau zurück.