Lübbenauer Entdeckertour - Ganz viel Spreewald für Eilige

Wer zum ersten Mal im Spreewald ist und all die typischen Bilder sehen möchte, die den Spreewald zu einem so beliebten Reiseziel machen, für den ist diese Tour wie gemacht. Von Lübbenau aus geht es in das Museumsdorf Lehde über das Inseldorf Leipe zum Rand des Hochwaldes und nach Lübbenau zurück.

Sehenswert!

  • Lübbenau: Marktplatz, Sagenbrunnen, Spreewald-Museum, Informationszentrum des Biosphärenreservates „Haus für Mensch und Natur", Schlossgarten mit dem Schloss, St. Nikolaikirche, Spreewaldmuseum Lehde, Heimatstube Leipe,
  • Hochwald, UNESCO-Biosphärenreservat

Geheimtipp:

Die barocke St. Nikolaikirche in Lübbenau

Adresse

Lübbenauer Entdeckertour - Ganz viel Spreewald für Eilige
 

Wegbeschreibung

Wir wollen sie sehen, die Spreewaldtrachten, die reetgedeckten Gehöfte mit den getrockneten Maiskolben unterm Dach. Wir wollen Briefkästen bestaunen, die an der Wasserseite der Grundstücke liegen, Heufeimen fotografieren und ganz, ganz viel Natur erleben. Deshalb entscheiden wir uns für die Lübbenauer Spreewald-Entdecker-Tour.

Los geht es in der Lübbenauer Altstadt in Richtung Südumfluter

Wir setzen unser Kanu in der Lübbenauer Altstadt bei einem der Bootsvermieter ins Wasser und lenken unser Boot Richtung Südumfluter, hinaus aus dem Trubel der Lübbenauer Altstadt. Es empfiehlt sich, für diese Tour zumindest an Wochenenden und in der Hauptsaison recht früh aufzustehen, denn dann sind kaum Kähne auf den Fließen um Lübbenau und Lehde unterwegs. Tatsächlich sind wir recht zeitig aus den Betten geschlüpft, die Morgennebel liegen noch auf den Feldern. Wir genießen das vertraute Dahingleiten auf dem Wasser und nehmen uns Zeit, die Natur auf uns wirken zu lassen. Links zweigt schon bald das Fließ mit dem schönen Namen Uska Luke ab, das uns nach Lehde führen wird.

Erkundungstour im Freilandmuseum Lehde

Hier in Lehde wollen wir ins Freilandmuseum, Landgang ist also angesagt, denn wir möchten erfahren, wie die Menschen hier im Spreewald gelebt und gearbeitet haben. Das Spreewald-Museum zeigt altwendische Bauernhöfe, wir erfahren wie die Kähne gebaut wurden, die über Jahrhunderte das einzige Transportmittel für Mensch, Waren und Tiere waren. Ganz typisch für die Spreewaldkultur ist Blaudruck, die dafür notwendigen Färberpflanzen sehen wir auch im Spreewaldgarten des Museums.

Auf der Hauptspree nach Leipe mit Picknick am Kanurastplatz

Mit einigen pitoresken Aufnahmen mehr auf der Speicherkarte unserer Kamera und viel Wissen um die Entstehung der Spreewaldkultur sowie einigen Spreewaldgurken im Magen verlassen wir dieses wunderschöne Dorf. Wir steigen rechtzeitig ins Kanu, bevor die Kähne mit ihren Gästen zur Mittagsstunde hier ankommen. Unser Boot trägt uns auf der Hauptspree nach Leipe, hier bestehen viele Einkehrmöglichkeiten. Eine Pause wollen wir heute aber nicht in der Gaststätte machen, wir bevorzugen heute ein zünftiges Picknick an einem der Kanurastplätze auf unserer Tour.

Unberührter Hochwald vom Leiper Graben zum Großen Fließ

Weiter geht es Richtung Hochwald auf dem Leiper Graben, dann biegen wir nach links in das Große Fließ ein. Hier sind wir in dem ruhigen, nahezu unberührten Teil des Spreewaldes dicht an der Kernzone des UNESCO Biosphärenreservats mit seinen typischen Schwarzerlen. Dieses rund 1000 Hektar große, einzigartige Hochwaldgebiet genießt den höchsten Schutzstatus. Wald dominiert im feuchten Niedermoorbereich, vor allem Schwarzerlen beeindrucken immer wieder. Ab und an sehen wir einen Specht, hier haben auch Kranich und Waldwasserläufer ihren Lebensraum. Erholung für Geist und Seele – hier hören wir nur die Melodie der Natur, unsere leichten, leisen Paddelschläge stören nicht.

Auf dem Wehrkanal vorbei an der "Erleninsel" über das Bürgerfließ zurück nach Lübbenau

Wir wenden uns nach links, auf den schnurgeraden Wehrkanal. Wir gleiten auf dem schattigen Fließ dahin. An der Gabelung sehen wir das Traditionsgasthaus Wotschofska, es soll einer der ältesten Spreewaldgasthöfe sein und er ist bis heute nicht mit dem Auto zu erreichen. „Wotso" bedeutet Erle, Wotschofska heißt so viel wie „Erleninsel" und das stimmt auch heute noch, denn im Schatten der Erlen ist gut rasten. Doch es ist aufgrund der vielen Aufenthalte unserer heutigen Genießerrunde schon spät. Wir paddeln weiter über das Bürgerfließ hinein nach Lübbenau zu unserem Ausgangspunkt zurück.