Von Burg über Kauper ins verborgene Spreewaldreich

Eine gut zu bewältigende Rundtour durch Burg und Burg-Kauper in den naturbelassenen Hochwald. Wie die typische Spreewald-Landwirtschaft das Bild des Spreewaldes prägt, sieht man gut am Gegensatz zwischen der Streusiedlung und dem Hochwald.

Sehenswert!

  • Hochwald, UNESCO-Biosphärenreservat, Streusiedlung Burg Kauper und Burg-Kolonie, Leipe mit Heimatstube, Hafen und Einkehrmöglichkeiten

Geheimtipp:

Historischer Rundgang durch Leipe

Adresse

Von Burg über Kauper ins verborgene Spreewaldreich
 

Wegbeschreibung

Wir wollen es wagen und ganz tief hineinpaddeln in das verborgene Spreewaldreich. Denn wir haben gelesen, dass der Hochwald ein Flecken des Gebietes ist, in dem sich die Natur nahezu unberührt entwickelt.

Ausgangspunkt Kahnfährhafen Burg-Kauper

Gespannt starten wir am Kahnfährhafen in Burg-Kauper. Hier sind wir schon im Burger Hochwald, das ist eine ursprüngliche Naturlandschaft. Die Wälder sind naturbelassen, in der Kernzone des Biosphärenreservates bleibt die Natur ohne menschlichen Einfluss.

Ursprünglichen Hochwald mit allen Sinnen genießen

Schon nach den ersten Paddelschlägen sind wir eins mit der Idylle um uns herum. Wir sehen noch einige der typischen weit auseinander liegenden Gehöfte des Spreewaldes. Diese werden jedoch, je weiter wir nach Norden kommen, seltener. Wir durchqueren den Weidengraben, einige Schleusen liegen schon hinter uns. Diese sind leicht und selbst zu bedienen, das Kanu müssen wir auf der gesamten Tour nicht aus dem Wasser nehmen. Am Ufer bewundern wir die typischen Schwarzerlen, sie spenden heute sehr angenehmen Schatten. Wir befinden uns im rund 1000 Hektar großen, einzigartigen Hochwaldgebiet. Im UNESCO Biosphärenreservat genießt dieses Gebiet den höchsten Schutzstatus. Wald dominiert im feuchten Niedermoorbereich, vor allem Schwarzerlen beeindrucken immer wieder. Kranich und Waldwasserläufer haben hier ihre Lebensräume. Wir können es bestätigen: Diese Tour ist ein wahrer Genuss für alle, die Stille, urwüchsige Natur und bequemes Paddeln mögen.

Weidengraben - Großes Fließ - Leiper Graben

Am Ende des Weidengrabens biegen wir nach links in das Große Fließ ein. Auch hier finden sich ab und an Gaststätten, doch wir sind noch nicht hungrig. An der nächsten Gabelung halten wir uns links und bleiben auf dem Großen Fließ bis hier wiederum schräg links der Leiper Graben abzweigt.

Ausruhen und Stärken in Leipe

Diesem werden wir durch unberührte Natur folgen bis in das Spreewalddorf Leipe. Leipe war lange Zeit ausschließlich mit dem Kahn zu erreichen, erst Ende der 1960er Jahre kam motorisierter Verkehr in den Ort. Hier ist es nun doch Zeit für eine längere Rast. Wir haben eine gute Auswahl, zahlreiche Anlegestellen bieten die Gastronomen hier für Boote an. Oftmals kann man direkt am Wasser sitzen und die anderen Paddler und die Kähne beobachten, die hier vorbei kommen. Da wir schon mal im Spreewald sind, probieren wir Quark mit Pellkartoffeln und Leinöl. Wir kosten aber auch vom scharfen Meerrettich, einer ebenfalls hier angebauten würzig-kulinarischen Kostbarkeit. Später werden wir die Felder mit dem winterharten Wurzelgemüse sehen.

Von Burg-Kolonie zurück nach Burg-Kauper

Nun folgen wir erst einmal der Hauptspree entgegen der Strömungsrichtung bis nach Burg-Kolonie. Die spreewaldtypische Landwirtschaft können wir vom Kanu aus betrachten. Die traditionellen Hofanlagen, die Holzblockhäuser mit dem Schlangenkönig am Giebel erinnern uns wieder an die Sage, die man sich hier erzählt. Über den Ostgraben kehren wir zurück an unseren Startpunkt, den Hafen in Burg-Kauper.