Von der Großstadt in die Streusiedlung Burg

Eine lange und anspruchsvolle Tour, die aus dem Trubel der Großstadt Cottbus über die Spree in den Oberspreewald und die Streusiedlung Burg führt.

Sehenswert!

  • Cottbus: Innenstadt, Theater, Planetarium, Branitzer Park
  • Spreewehrmühle
  • Maiberg
  • Streusiedlung Burg mit Schlossberghof, Ausstellung zum Biosphärenreservat, Heil- und Kräutergarten, Bismarckturm

Geheimtipp:

Abstecher in den Branitzer Park, die Oase des Gartengestalters und Genießers Fürst Pückler. www.pueckler-museum.de

Adresse

Von der Großstadt in die Streusiedlung Burg
 

Wegbeschreibung

Cottbus. Theater. Kino. Eine 850 Jahre alte Innenstadt. Cafés auf dem Altmarkt, urige Kneipen. Für uns ist Cottbus ein idealer Ausgangspunkt, um morgens ausgeruht auf diese anspruchsvolle Tour zu gehen.

Bequem starten am Bootshaus Cottbus

Wir wählen als Einsatzpunkt das Bootshaus Cottbus. Hier besteht die Möglichkeit, unser Zelt aufzuschlagen und wir finden alles, was das Paddler-Herz begehrt. Das Bootshaus Cottbus, übrigens betrieben von einem der größten Vereine der Stadt Cottbus, dem ESV lok raw Cottbus, liegt idyllisch an der Spree, nahe des Planetariums, aber auch dicht an der Innenstadt. Mit Parkplätzen und Übernachtungsmöglichkeit ein idealer Ausgangspunkt. Nach einem wunderbaren Abend in der Stadt nehmen wir früh Kurs auf Burg im Oberspreewald.

Mit der Strömung zum Stopp am Großes Spreewehr

Wir folgen dem Wanderfluss Spree durch die Stadt Richtung Norden mit der Strömung. Eine erste Rast bietet sich am Großen Spreewehr an. Hier an der historischen Spreewehrmühle finden wir viele reizvolle Fotomotive für unser Urlaubs-Erinnerungsalbum und können uns von der ersten Etappe ausruhen. Die wasserbetriebene Spreewehrmühle wurde vor mehr als 200 Jahren als Öl- und Gräupchenmühle errichtet und auch eine Schankwirtschaft gehört schon lange zu dem herrlichen Fleckchen in nahezu unberührter Natur.

Vorbei an Skadow und Döbbrick bis in die Spreeaue und zu den Laßzinswiesen

Gleich unterhalb des Mühlrades befindet sich der Einstieg Richtung Maiberg. Von hier an folgen wir dem gemütlichen Verlauf des Flusses ohne bis Maiberg unser Kanu verlassen zu müssen. Wir paddeln vorbei an dem Örtchen Skadow, folgen der leicht geschwungenen Spree bis in die Höhe von Döbbrick. Ab der Brücke Döbbrick fahren wir in den großen Spreebogen und sind in der renaturierten Spreeaue unterwegs. Wir müssen uns auf diesem Abschnitt gut konzentrieren, denn die Strömung ist teilweise recht flott und es gibt einige Inseln. Etwa nach einem Drittel der Strecke können wir die erste Bootsgasse befahren, so dass wir auch hier nicht aussteigen müssen. Eine weitere Bootsgasse befindet sich weiter nördlich. Nach einiger Zeit erreichen wir Maiberg und die Laßzinswiesen. Diese gehören teilweise zum FFH-Gebiet, eine offene, kaum zerschnittene Feuchtlandschaft, die vor allem als Wiese und Weiden genutzt wird.

Ur-Tiere in Maiberg

Beim Kanurastplatz Maiberg haben wir richtig Glück: Wir sehen die Wasserbüffel und Tarpane, die nachgezüchteten Ur-Pferde. Nun fehlen nur noch die Aueroxen, die tun uns aber heute nicht den Gefallen. Ein Grund noch einmal wiederzukommen. Die Aueroxen sind ebenfalls eine Nachzüchtung, die so nah wie möglich an das Ur-Rind herankommt. Deshalb das X in der Schreibweise.

Start-, Stopp- oder Rastmöglichkeit in Maiberg

Maiberg liegt etwa 14 Kilometer von unserem Startpunkt entfernt, hier besteht die gute Möglichkeit, das Boot aus dem Wasser zu nehmen und direkt auf das Auto zu verladen, denn man kann bis ans Wasser heran fahren. In Maiberg können wir uns stärken und ausruhen. Wer möchte, kann die Tour hier beenden. Wir machen nur eine Pause, denn nun haben wir ungefähr die Hälfte der Tour geschafft.

Natur pur auf der Hauptspree bis Burg

Unsere Kanus setzen wir in der Ortsmitte von Maiberg ein und folgen weiter der renaturierten Spree. Hier sind nicht sehr viele Menschen unterwegs, es bleibt Zeit und Muße, die Natur, dem Lauf des Flusses zu folgen und seinen Gedanken nachzuhängen. Wir genießen die wunderschöne Natur. Gleichmäßig tauchen wir die Paddel ins Wasser und bleiben auf der Hauptspree bis wir Burg erreichen. Unseren Rhythmus unterbrechen die Bootsgassen, doch nur kurz und dann hat uns die große Spree wieder in ihren beruhigenden Bann gezogen. Wir lassen den Nordumfluter rechts liegen und folgen der Spree weiter bis wir die Streusiedlung Burg erreichen. In der Hochsaison treffen wir hier auf zahlreiche Kähne – die uns auf dem Weg zum Hafen begleiten.

Auf Entdeckertour in der Streusiedlung Burg

In Burg lohnt ein Landgang, um die spreewaldtypischen Gehöfte der weit auseinandergezogenen Siedlung zu entdecken oder sich in einem der Restaurants zu stärken. Auch die Spreewaldtherme bietet mit Sauna und Wellnessbad einen Ausgleich zum Paddeltag. Schlossberghof, die Ausstellung zum Biosphärenreservat, der Heil- und Kräutergarten sind weitere Optionen. Die Besteigung des Bismarckturms wird durch einen wunderbaren Rundblick über Siedlung und Spreewald belohnt.